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WPC Terassendielen

WPC Dielen

WPC Terrassendielen sind eine beliebte Alternative gegenüber Terrassendielen aus Holz und finden immer häufiger Einzug in privaten und öffentlichen Gärten.
Die Abkürzung „WPC“ setzt sich aus den englischen Begriffen Wood (W), Plastic (P) und Composite (C) zusammen und beschreibt die einzelnen Komponenten, aus denen WPC Terrassendielen gefertigt sind:

  • Wood für Holz (60% Anteil)
  • Plastic für Plastik (30% Anteil)
  • Composite für Verbundstoffe (10% Anteil).

WPC Terrassendielen bestehen zum größten Teil aus Holz und beinhalten neben Plastik auch wenige Verbundstoffe, die den WPC Dielen ihre besonderen Eigenschaften zusprechen.
Verbundstoffe sorgen nicht nur dafür, dass sich der Holzanteil mit den Plastikkomponenten verbindet, sie gewährleisten auch verschiedene Farben, die Resistenz gegen Witterungseinflüsse und den Lichtschutz vor UV-Strahlung und Sonneneinwirkung.

 WPC Terassendielen

WPC Terassendielen @iStockphoto/photoBeard

WPC Terrassendielen sind durch ihren hohen Anteil an Plastikstoffen äußerst umweltfreundlich. In ihrer Herstellung wird Holzmehl aus nachwachsenden Holzarten verwendet und mittels temperaturgesteuerter Verarbeitung mit den übrigen Komponenten vermischt und zu harten Bahnen gepresst.

Die Vorteile von WPC Dielen

Im Gegensatz zu herkömmlichem Hartholz, das sich im Laufe der Zeit durch Witterungseinflüsse verformen kann und nach wenigen Jahren bereits an Glanz verliert, bieten WPC Dielen überzeugende Vorteile:

  • Witterungsbeständig
  • Lichtecht vor UV-Einwirkung
  • Formfest
  • Geringer Farbverlust
  • Resistent gegen Nässe
  • Stabil
  • Leicht zu verarbeiten
  • Äste- und splitterfrei
  • Pflegeleicht.

WPC Dielen sind eine langfristige Investition, da ihr Sonne, Regen, Eis und Schnee in der Regel nichts anhaben können. Die Lebensdauer von WPC Terrassendielen liegt, je nach Verwendung und Einsatzort, bei bis zu 25 Jahren. Davon abhängig ist allerdings die ordnungsgemäße Verlegung der Dielen, die bereits bei der Planung berücksichtigt werden muss.

Gegenüber herkömmlichen Holzdielen bilden sich bei WPC Dielen keine gefährlichen Splitter oder Einkerbungen und durch ihre UV- und Lichtbeständigkeit überzeugen sie auch nach vielen Jahren von optischer Qualität. Zudem speichern sie hervorragend die Umgebungswärme und sind dadurch auch zu späterer Stunde noch angenehm warm begehbar.

Vielfältige Anwendungsgebiete

Viele Haus- und Wohnungsbesitzer sowie Unternehmen entdecken immer mehr Möglichkeiten, wie WPC Dielen im Alltag eingesetzt werden können.
Typische Beispiele sind:

  • Terrassen
  • Balkone
  • Poolumrandung
  • Sitzgelegenheiten
  • Unterbau für Grills
  • Gehwege.

Design und Farbvielfalt

WPC Dielen sind in verschiedenen Ausführungen und Farbmischungen erhältlich.
Längsrillen prägen die optischen Charakteristika und garantieren einen rutschfesten Untergrund und gleichzeitig den schnellen Abtransport von Wasser, ohne das sich Staunässe bilden kann.
Ferner sind WPC Dielen mit völlig glatter Oberfläche erhältlich.

Je nach Einsatzgebiet gibt es verschiedene Farbmodelle, wie grau, schwarz, braun, rotbraun oder holzfarben.

Die Planung von WPC Terrassendielen

Zu Beginn der Verlegung müssen einige offene Fragen geklärt werden, die von essentieller Bedeutung für die Beschaffung, Montage und den Gebrauch sind:

  • Wo wird die künftige Terrasse entstehen?
  • Wie hoch soll die finale Terrasse sein?
  • Wie groß wird die künftige Terrasse (in Quadratmeter)?
  • Welchen Witterungseinflüssen ist die Terrasse direkt ausgesetzt?
  • Besteht die Gefahr vor großen Verunreinigungen, z.B. durch Bäume?
  • Wie ist der Unterboden beschaffen (Erde, Lehm, Kies, Steine, Beton)?
  • Existiert bereits ein geeigneter Untergrund, oder muss dieser zunächst geschaffen werden?
  • Worauf werden die Terrassendielen verlegt?

Je nach Untergrund, kann u.U. direkt mit dem Bau der Unterkonstruktion begonnen werden.

Materialberechnung der Unterkonstruktion

Im ersten Schritt wird der Umfang an benötigtem Material für die WPC Unterkonstruktion (Lattung) errechnet. Diese bildet die tragende Basis der Terrassendielen und sorgt für den stabilen Halt der einzelnen Dielen. Die Unterkonstruktion wird stets quer zur Verlegerichtung der Dielen montiert. Ein Beispiel zur Bedarfsermittlung einer Unterkonstruktion:

Die Terrasse soll mit einer Breite von 6 Meter und einer Länge von 4 Meter (24 Quadratmeter) entstehen. Zwischen den einzelnen Konstruktionshölzern liegt in der Regel ein Abstand von 30 bis 40 Zentimeter. In unserem Beispiel gehen wir von einer stabilen Konstruktion mit 30 Zentimeter Abstand aus. Teilt man die Breite von 6 Meter durch die notwendigen Abstände, ergibt sich daraus ein Bedarf an 20 Lattenreihen. Zur Sicherheit planen wir eine zusätzliche Reserve ein, also 21 Reihen. Im Grunde können diese Unterkonstruktionshölzer bereits mit Schrauben und Dübeln an einem festen Betonuntergrund (Fundament, Betonplatten) fixiert und mit den Terrassendielen montiert werden. Für eine fachgerechte Montage der Unterkonstruktion empfiehlt es sich jedoch, eine stabile Umrandung zu erstellen, die den Latten die notwendige Festigkeit und Stabilität verleihen. Zu diesem Zweck müssen wir die Rechnung kurzerhand um die Umrandung erweitern. Dazu berechnen wir zunächst den Komplettumfang der späteren Terrasse: (6 Meter Breite * 2) + (4 Meter Länge * 2). Hieraus resultiert ein Gesamtumfang von 20 Meter.

Anschließend teilt man den Gesamtumfang durch die Länge der Terrasse. In unserem Beispiel ergibt dies einen zusätzlichen Bedarf von 5 Latten. In Summe benötigen wir also 26 Holzlatten für den Unterbau.

Materialberechnung der Terrassendielen

Terrassendielen werden immer in Richtung vom Haus bzw. der Hausmauer weg gerechnet. Zudem muss ein Gefälle einkalkuliert werden, damit Regenwasser ordnungsgemäß von der Mauer über die Dielen ablaufen kann und keine Staunässe oder Wasserschäden verursacht. Der Bedarf an Terrassendielen berechnet sich anhand unseres Beispiels wie folgt:

Die Länge der geplanten Terrasse wird durch die Breite der Terrassendielen geteilt. Dabei wird auch der Abstand der einzelnen Dielen zueinander mit ca. 5 Millimeter einkalkuliert, damit diese nicht direkt aneinanderstoßen.

Sofern die Breite der Terrassendiele beispielsweise 15 Zentimeter beträgt, ergibt sich aus dieser Rechnung ein Ergebnis von 26 Dielen (4 Meter / (0,15 Meter + 0,05 Meter)).

In unserem Beispiel gingen wir stets davon aus, das wir Dielen mit einer Länge von 4 Meter verwenden. Im Bauhandel oder im Internet gibt es oftmals Terrassendielen mit einer Länge von 2 Meter. Am Beispiel unserer Rechnung müssen wir unser Ergebnis von 26 Dielen mit 2 multiplizieren. Damit kämen wir auf einen Bedarf von 52 Dielen.

Materialberechnung der Montage-Clips

Zur Befestigung der Terrassendielen an der Unterkonstruktion werden Montage-Clips aus Edelstahl und entsprechenden Schrauben verwendet. Die Clips werden in die Seitenschienen der Dielen geschoben, eng fixiert und mit Schrauben befestigt. Alle Terrassendielen werden Schritt für Schritt auf diese Weise montiert.

Zur Bedarfsermittlung der Clips eignet sich folgende Rechnung:
Anzahl an benötigten Terrassendielen multipliziert mit der Anzahl an Unterkonstruktionsreihen. In unserem Beispiel ergäbe dies einen Bedarf von 546 Halteclips. In einer Packung befinden sich in der Regel ca. 50 Stück, so dass letztendlich ca. 11 Packungen benötigt werden. Profis kalkulieren immer eine Packung mehr ein, um auch den Anfang und das Ende der Terrassendielen an der Umrandung zu befestigen.

Das Verlegen von WPC Dielen

Bau der Unterkonstruktion

Zu Beginn des Terrassenbaus wird der Untergrund auf Tragfähigkeit geprüft. Dieser sollte fest und mit einer entsprechenden Drainage-Schicht von min. 10 Zentimeter versehen werden, damit Wasser schnell ablaufen kann. In der Praxis können Untergründe aus Erde, Beton oder aus einer Kiesschicht bestehen. Auf ebenen Betonuntergründen kann direkt die Unterkonstruktion gelegt und mit Schrauben und Dübeln fixiert werden. Die Lattung ist entsprechend vorzubohren, so dass Schraubenköpfe direkt in die Latten versenkt werden.

Generell gilt es beim Bau einer Terrassendiele min. 1% bis 2% pro Meter Gefälle vom Haus weg einzukalkulieren, damit Regenwasser ungehindert ablaufen kann und nicht in den Rillen der WPC-Dielen stehen bleibt.

Bei Untergründen aus Kies, Erde oder lockeren Materialien werden entweder Punktfundamente aus Beton gegossen oder alternativ können Betonplatten ausgelegt werden, die das Fundament ersetzen. Auf diese Punktfundamente bzw. Betonplatten werden die Holzlatten der Unterkonstruktion, entgegen zur Laufrichtung der Dielen, montiert. Dabei ist auf eine parallele Ausrichtung der Latten zueinander zu achten. Die Latten der Unterkonstruktion werden jeweils mit einem Abstand von 30 bis 40 Zentimeter zueinander verlegt. Die Befestigung am Boden erfolgt über Dübel und rostfreien Schrauben. Die Umrandung wird ebenso mit entsprechenden Schrauben und Metallwinkeln (optional) befestigt.

Die Unterkonstruktion wird anschließend auf Festigkeit und auf Unebenheiten überprüft. Um Höhen auszugleichen, eignen sich Unterlegpads, die in verschiedenen Stärken erhältlich sind und aus flexiblem Gummi bestehen. Diese werden unterhalb der Unterkonstruktion gelegt, damit die Lattung nicht direkt mit dem Boden in Berührung kommt. So lässt sich Staunässe vermeiden und Wasser kann unterhalb der Lattung perfekt abfließen. Mit einer Wasserwaage wird jede einzelne Latte horizontal und vertikal auf ebene Verlegung überprüft.

Montage der Dielen

Die Terrassendielen selbst werden mit einem Abstand von ca. 5 Millimeter zueinander verlegt. Als Orientierung dienen hierzu die Befestigungsclips, die zugleich als Distanzhalter fungieren. Die Clips verfügen über einen Haken links sowie über zwei Haken rechts. Diese werden in die seitliche Nut der Dielen eingeführt und dienen als Sicherung gegen Verrutschen und Aushebelung. Die Clips werden jeweils in die Lattung der Unterkonstruktion geschraubt. Anschließend erfolgt das stoßweise Verlegen der Dielen in die Führungen der Haken. Sobald zwei Dielen an den Stirnseiten verlegt werden, ist ein Dehnungsabstand von ca. 8 Millimeter einzuhalten. Mit einer Wasserwaage wird jede einzelne Diele überprüft. Bei Unebenheiten kann die Unterkonstruktion mit Unterlegpads entsprechend ausgeglichen werden. Aus optischer Hinsicht und aus Sicherheitsgründen werden grundsätzlich keine Schrauben in die Dielen selbst verbaut.

Montage der Abschlussprofile

WPC-Dielen sind in der Regel durch Hohlräume an den Stirnseiten geprägt. Um diese zu verschließen, eignen sich passende WPC Abschlussprofile, die entweder an die Stirnseiten gesteckt oder mit Schrauben befestigt werden. Die Abschlussprofile dienen nicht nur zum optischen Abschluss, sondern schützen auch vor dem Eindringen von Schmutz, Wasser und Kleintieren.

Reinigung von WPC-Terrassendielen

Im Gegensatz zu Dielen aus Holz sind WPC Terrassendielen weitestgehend vor Umwelteinflüssen geschützt und zudem extrem pflegeleicht. Grobe Verschmutzungen, wie Laub, Erde oder Sand, lassen sich mit einem herkömmlichen Besen beseitigen. Flüssiger Schmutz, z.B. Getränke oder Fettreste, lassen sich mit einem feuchten Lappen und mildem Reinigungsmittel entfernen. Gröbere Verunreinigungen können zudem vorsichtig und mit genügend Abstand mit einem Hochdruckreiniger entfernt werden. WPC-Dielen sind eine ideale Alternative gegenüber Dielen aus Holz, Steinplatten und Fliesen. Sie heizen sich an heißen Tagen nicht übermäßig auf und speichern sogar Wärme, die Barfußgehen angenehm macht. Zudem sind sie äußerst witterungsbeständig und rutschfest. Durch ihren hohen Anteil an Plastik und Verbundstoffen sind sie sehr robust und zugleich pflegeleicht, was zusätzliches Geld spart.